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Gäa  e.V.  Bioanbau Verband

Gäa e.V Biologischer Anbau Verband von Bio Landwirten


Gäa e.V. - Vereinigung ökologischer Landbau - Anbauverband und Zertifizierer

Der Gäe Anbauverband hat seine Anfänge in der oppositionellen kirchlichen Umweltbewegung
der DDR und wurde in ende der 80er in Dresden gegründet. Zum Verband gehören ca. 485
Biohöfe mit ca.51.000 Haktar Land, die größte Teil der Mitglieder der Gäa sind in Ostdeutschland.
Es gibt aber auch schon Biolandwirte in Bayern, Hessen und Südtirol die dem Verband angehören. Der Ver-
band ist ein Zusammenschluss von Biobauern, Erzeugern und Verarbeitern mit dem Ziel den Bioanbau in
den neuen Bundesländer zu verbessern.
Im Jahr 1995 wurden die Gäa Richtlinien vom Dachverband AGÖL anerkannt, 2002 ist die Gäa bei der Gründung des Branchenverbandes BÖLW (Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft) dabei. In 2003 erhielt
die Gäa die IFMO-Akkreditierung als Öko-Zertifierer und sicher als großes Lob für ihre Arbeit
die Direktanerkennung durch die BioSuisse.

Die Richtlinien des Verbandes gehören zu den strengsten in Deutschland, als Öko-Zertifiziere werden alleMitglieder durch regelmäßige Kontrollen auf Ihre Qualität und Einhaltung der Richtlinien überprüft.Dazu gehören Landschaftspflege und Naturschutz, Pflanzenbau, Tierhaltung, der Einsatz von Gentechnik,die Betriebsumstellung, Technik und Lagerung, die Zukaufware, Ressourcen und Umweltschutz und sozialeGerechtigkeit.

Besondere Richtlinien des Ökoverbandes

Böden mit viel Leben

Landschaftspflege und Naturschutz,

Angestrebt wird eine abwechslungsreiche Gestaltung der Landschaft mit Feucht-  gebieten, angestrebt wird eine abwechslungsreiche Gestaltung der Landschaft mit Feuchtgebieten, Gehölzbeständen und verschiedenen Wildkraut- und Grünland-  flächen. Randstreifen/Raine sollen mindestens 3m breit sein und nur 1mal im Jahr
gemäht werden. Bei Feldern soll der Aspekt der Nützlingsförderung beachtet werden,
kein Abwalzen während der Brutzeit und Pflanzen sollen erst nach der Blühphase
gemäht werden.
Das Roden von Urwäldern ist verboten.

Gäa Bio Grünlandwirtschaft

Ackerbau und Grünlandwirtschaft,

verbindliche Mindestanforderungen sind.
Viehbestand/Düngermenge : Die Gesamtmenge des eigenerzeugten und zugekauften Düngers eines Betriebes darf im Durchschnitt die Menge, die bei maximal zulässigen Viehbesatz nicht überschreiten.
Leguminosenanbau zur Stickstofffixierung : Die Fruchtfolge muss mindestens 20 % bodenaufbauende Kulturen aufweisen (z.B. Leguminosen, Gründüngung, usw.).
Mindestens 50 % der Ackerfläche muss im Durchschnitt der Fruchtfolge außerhalb der Vegetationszeit ausreichend mit Pflanzen oder Pflanzenmaterial bedeckt sein, sofern es Witterung, Höhenlage und Wasserhaushalt zulassen.
Stickstoffdünger, andere Mineraldünger : Synthetische und mineralische Stickstoffdünger, ebenso die N-haltigen Düngemittel Guano, Chilesalpeter und Harnstoff, leicht lösliche Phosphate, reines Kalisalz und sonstige sind von jeder Verwendung ausgeschlossen.
Auf Schadstoffarmut (geringe Schwermetallbelastung), ist bei diesen Düngern zu achten.
Auszug Quelle: Gäa Richtlinien
Lesetipp : Gää Richtlinien pdf Datei

Beglreitperson für die Tiere muss dabei sein

Tier Transporte,

für jeden Schritt beim Transport muss eine Person be-
stimmt sein und in den Begleitpapieren bestätigt sein.
Elektrische Triebhilfen sind verboten. Tiere müssen
während des Transportes/Schlachtung identifizierbar
sein.
Rinder : angemessene Fütterung vor dem Verladen,
Milch gebende Tiere vor dem Verladen abmelken,
schonendes Ein- und Ausladen und Trennen der Tiere
nach Geschlecht.
Schweine : keine Fütterung wenige Stunden vor der Beförderung, schonendes Ein- und Ausladen
(z.B. Treibschilde und Gatter zum Leiten), nach
MöglichkeitTreiben vom Dunklen ins Helle, Trennung nach Mastgruppen und Herkünften, bei gemeinsamen Transport ggf. Trennwände.
Geflügel : Behälter dunkel und gut belüftet.
Schafe und Ziegen : angemessene Fütterung vor dem Verladen.
Auszug Quelle: Gäa Richtlinien
Lesetipp : Gää Richtlinien pdf Datei

Bienenzucht und Haltung bei der Gäa

Bienenhaltung,

Honigbienen nehmen eine zentrale Rolle als Bestäuber von Pflanzen in unserer Land-
schaft ein. Ökologisch wertvoll für die Natur. Doch in unserer dicht besiedelten Um-
gebung muß daher die Arbeit des Imkers geregelt werden für eine ökologische Bienenhaltung.
Standort : Ökologisch bewirtschaftete und naturbelassene Gebiete für den Bienen-
stock, der Standort muss genügend natürliche Futterplätze mit Nektar, Honigtau,
Pollen und Zugang zum Wasser bieten. Im Umkreis von 3 km keine Quellen zur
Verschmutzung des Honigs sein. ( Autobahnen, Abfalldeponien ect. )
Beuten (Bienenstock) : Der Bienenstock muss aus natürlichen Materialien wie Holz,
Stroh oder Lehm bestehen. Davon ausgenommen sind die Kleinteile,
Dachabdeckungen, Gitterböden, Fütterungseinrichtungen und Isolierung.
Wachs und Waben : Das Bienenvolk sollte einen eigenen Naturwabenbau betreiben.
Mittelwände und Anfangsstreifen dürfen nur aus dem Wachs einer ökologischen Imkerei hergestellt werden. Das Wachs darf nicht mit anderen Zusätzen verunreinigt
sein.
Bienenfütterung : Das Futter der Bienen sollte aus eigenen Honigbeständen erfolgen. Ausreichende Honig- und Pollenreserven sind für die Überwinterung in den Wabenstöcken zu belassen. Die Verfütterung von Zusatzsfutter ist auf die Überwinterung und Jungvolkbildung zu beschränken erfolgt ausschließlich zwischen letzter Honigernte und dem Beginn der nächsten Flugperiode.
Bienenhaltung, Bienengesundheit : Das Ziel einer Zucht ist ein allgemein wider- standsfähigen und varroatoleranten ( Varroamilbe ) Bienenvolk zu imkern. Der Einsatz von chemisch-synthetischen und teilsynthetischen Medikamenten ist verboten.
Zur Bekämpfung der Varromilbe und anderen Krankheiten dürfen Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure und Essigsäure (nur außerhalb der Trachtzeit) eingesetzt werden. An sonst kann eine Behandlung mit Kräutertees und ätherische
Öle angewendet werden.
Bienenzucht : Natürliche Zucht, der Schwarmbetrieb ist zu beachten. Verstümmelungen der Königin sind nicht zugelassen ( Flügelbeschneiden ).
Bienenzukauf : Darf nur aus zertifizierten Betrieben erfolgen.
Honiggewinnung, -behandlung und -kennzeichnung : Die Honiggewinnung erfolgt
ökologisch Gesichtspunkten, ausreichender Reifegrad des Honigs, keine Brut in den Waben, Arbeit mit lebensmittelechten Materialien. Das Abtöten der Bienen im Rahmen der Honigernte sind verboten. Die Qualität des Honigs durch Lagerung und
Abfüllung nicht beeinträchtigt werden. Druckfiltration ist nicht erlaubt. Eine Erwärmung auf mehr als 40 Grad Celsius ist auszuschließen. Die Lagerung soll dunkel, kühl und trocken erfolgen.
Gäa Bienenplattform

Ökofisch Teich

Fisch und Teichwirtschaft,

darf nur in Teichen mit Naturboden und Rückzugsnischen betrieben werden.
Ablaichfischen und zur Anfütterung von Brütlingen sind Folien und Betonteiche
begrenzt für die Zeit von maximal acht Wochen erlaubt. Wasserqualität muss überwacht werden,
Tiergesundheit gefördert und das natürliche Verhalten für die Fische möglich sein.
50 % aus natürlichem Nahrungsangebot muss vorhanden sein. Es muss mehr als ein
Fischart im Teich vorhanden sein. Zugekauftes Futter muss von einem Gäa Betrieb stammen. Bei der Fischzucht wird eine Unabhängigkeit angestrebt, falls doch Fische
dazu gekauft werden sind regionale Rassen und Zuchtstämme zu wählen.
Jegliche Anwendung von Gentechnik oder genetisch veränderten Produkte im Betrieb ist verboten. Bei der Schlachtung ist darauf zu achten das Stress und Leiden für die Tiere minimal ist und die artspezifischen Bedürfnisse eingehalten werden.
Tipp Biokarpfen

Gäa Wildgehege

Gehegewild – Dam- und Rotwild,

Haltung : Das ganze Jahr über auf der Weide zu halten.
Gehege : Die Tiere brauchen Schutz und Ruhe, daher sind ausreichend natürliche
Flächen zu schaffen ( Baumgruppen, Hecken oder Unterstände ). Bei den Tierliege-
plätzen muss immer trockener Einstreu vorhanden sein. Damit die Tiere trockene
Liegeflächen haben.
Besatz : Mindestgröße eines Geheges beträgt 3 ha, Einzeltierhaltung ist verboten es
müssen mindestens 5 Tiere zusammen gehalten werden. Den Tieren müssen
Wechselweiden angeboten werden, um Krankheiten und Parasitenbefall zu vermeiden.
Fütterung : Die Fütterung erfolgt mit ökologisch erzeugtem Futter. Das Futter
muss zu 60 % bezogen auf die Trockensubstanz aus rohfaserreichem Grundfutter
bestehen. Im Winter aus Heu, Silage und Futterstroh im Sommer Grünfutter.
50 % des Futters kommt aus dem eigenen Betrieb, der Rest aus Gäa Betrieben.
Für Kälber kann Mineralfutter über Schlupfgitter angeboten werden.

Öko Pilze von der Gäa

Pilz-Zucht,

Verbindliche Mindestanforderungen : Bei der Pilzzucht muss von der Substrat-
bereitung bis zur Erntephase alles aus dem eigenen Betrieb stammen oder einem
Gäa Mitgliedsbetrieb. Im ökologischen Pilzanbau dürfen gentechnisch veränderte Organismen und deren Produkte nicht verwendet werden.
Zulässige Rohstoffe, Mittel und Methoden : Organische Ausgangsmaterialien Stroh, Getreide, Kleie, Mist, Kompost, Hirse ect. aus eigenem Betrieb oder Gäa
Partnern. Das Holz braucht einen Herkunft Nachweis. Natürlicher Gips ohne
Zusatzstoffe ist erlaubt.
Desinfizierung : des Substrats sind neben der Kompostierung nur thermische
Verfahren zugelassen. Zur Entkeimung von Geräten sind Alkohol und Essig erlaubt.
Als Deckerde für Champignonkulturen ist max. 70% Torf erlaubt. Der Einsatz von Pyrethrummitteln ist nicht zugelassen.
Gentechnik ist grundsätzlich Verboten.


Soziale Gerechtigkeit,

Ökolandbau und Soziale Gerechtigkeit gehören bei dem Gäa Bioverband zusammen,
daher müssen Familienarbeitskräfte als auch Angestellte, Freiwillige, Praktikanten
auf allen Gäa-Höfen unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und leben  können.


Zugelassene Düngemittel,

Grundsätzlich ist eine Selbstversorgung mit organischen Dünger :  von dem
eigenen Biohof angestrebt. Stallmist, Geflügelmist, Jauche, Gülle, Kompost und
organische Abfälle (Ernterückstände und ähnliches), Substrate von Pilzkulturen und
Stroh. Im ökologischen Kräuteranbau dürfen keine betriebseigene oder zugekaufte
Gülle und Jauche eingesetzt werden.
Konventionelle organische Zukaufdünger und Bodenverbesserungsmittel
Stallmist (nur aus bekannten Betrieben, kein konventioneller Geflügelmist)
Substrate aus Biogasanlagen - nur aus Gäa Betrieben. Stroh (zugekauftes Stroh muss aus ökologischer Erzeugung stammen, sonst darf nur konventionelles Stroh, dass nicht mit Wachstumsregulatoren und/ oder Sikkationsmitteln behandelt wurde, genutzt werden. Kompost darf nur nach den Vorgaben der Gäa genutzt werden.
Gütegesicherter Rindenkompost und Rindenmulch. Nur Dünger aus reiner Horn- substanz, Haar- und Federabfälle. Produkte und Nebenprodukte pflanzlichen Ursprungs z. B. Rizinusschrot, Malzkeime und Rapsschrot.
Torf (*) ohne synthetische Zusätze, nur zur Jungpflanzenanzucht (max. 70 Vol.%)
sowie als Topferde, als Deckerde bei Champignonkulturen und zur Kultivierung
von Moorbeetpflanzen. Sägemehl, Borke und Holzabfälle (von unbehandeltem Holz)
Auszug Quelle Gäa Richtlinien.

Wir können nicht alle Richtlinien der Verbände besprechen, daher ziehen wir die besonderen Merkmale der jeweiligen Verbände heraus und stellen diese vor.
Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie über die passenden Links.
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