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Bioland

Verband für organischem Landbau e.V.

Die Geschichte von Bioland beginnt in den 40 Jahren des alten Jahrhunderts in der Schweiz, der
Agrapolitiker Dr.Hans Müller gründete die Bauernheimatbewegung. Weg von der intensiv, chemisch technischen Landwirtschaft hin zur Bäuerlich traditionellen. Unabhängigkeit der Bauer vom Saatgut bis zum Lebensmittel. Aus dieser Idee, wurde mit seiner Frau Maria Müller und Dr.Hans Peter Rusch 1951 die Grundlagen des organischen-biologischen Landbaus entwickelt. Aufgeschlossene Landwirte aus Süddeutschland knüpften 1951 die ersten Kontakte in die Schweiz, daraus resultieren die ersten Ideen sich in einem Verein zusammen zuschließen. 1971 gründeten 12 Männer und Frauen den "bio-gemüse e.V. um in der Kreilaufwirtschaft als Bioland-Betrieb zuarbeiten. 1976 wurde der Verein in "Bioland-Verband für organische.biologischen Landbau e.V. umbenannt. 1978 Bioland wurde als Warenzeichen eingetragen. 1981 hatte der Verein schon 200 aktive Mitglieder.

Der organische Landbau

von Bioland ist in einer basisdemokratischen Struktur aufgebaut, es gibt 8 Landesverbände und Regionalbüros vor Ort. Durch Regionale Treffen der Bioland Bauern ergibt sich ein reger Austausch von Ideen über Anbau, Tierhaltung und Vermarktung. So wird sicher gestellt das die Basis also der Landwirt direkt an der Gestaltung des Verbandas teilhaben kann. Die Bioland Richtlinien gehen über die EU-Biosiegel-Verordnung hinaus. Laut Bioland ist Ihr Qualitätsiegel für Lebensmittel inzwischen das bekannteste in Deutschland.
IRI Bio-Shopperstudie 2006
pdf.Datei

Richtlinien des Bioland e.V. die Qualitätsstandarts

Ein breites Sortiment für Bioprodukte,

Bioland Richtlinie gibt es für, Ackerbau, Milch-und Mastvieh, Legehennen, Pilzzucht, Weinbau und Kräuterzucht. Bei diesem breiten Sortiment braucht es nicht nur die Verordnungen, sondern Schulungen und Weiterbildungen für den Bioland-Landwirte. Die Bioland Betriebe werden jährlich durch unabhägige, staatlich zugelassene Kontrollorgane geprüft um die Qualität der Bioland-Richlinien zu garantieren. Der ganze Bauerhof muss biologisch bewirtschaftet sein ! Lesetipps:
Bücher über Bioland

Kreislaufwirtschaft fängt in den Köpfen an,

als Biobauer muss man sich von einer industriellen Massenproduktion verabschieden. Der Landwirt und sein Betrieb produziert seine Grundstoffe selbst, eigenes Saatgut, eigenes Futter für die Tiere, eigenen Dünger für die Böden. Ein Kreislauf im eigenen Betrieb, dadurch wird sichergestellt das soviel von allem hergestellt wird, wie der eigene Hof verkraftet. Dabei entsteht eine gesundes Klima, die in die Qualität der Lebensmittel einfliest. Zukäufe von Rohstoffe dürfen nur bei Bioland Mitgliedern gemacht werden.
Vergleich Bioland und EG-Öko Verordnung

Bio-dynamisch sebst gemacht

Was für ein Dünger kommt auf,

den Acker ? Als erstes, es darf nur der eigene Dünger der auf dem Hof anfällt verwendet werden. Jeder Betrieb hat eine Obergrenze von Tieren im Verhältniss zu seiner Ackerlandfläche. Diese Menge an Dünger
kann der Biohof auf seine Flächen ausbringen.
z.B.: im Jahr (für Getreide, Heu ect.) max. 1,4 Dung-
einheiten pro ha, dies entspricht 112 kg N (Stickstoff)
pro ha im Jahr. Zukauf N-Dünger 40kg pro ha im Jahr.
Mist von Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen, zukauf
in begrenzten Mengen. Gülle, Jauche und Geflügelkot
darf nicht verwendet werden. Organische Dünger wie
Blut, Fleisch und Knochemehl sind verboten. Gärreste aus Biogasanlagen dürfen nicht verwendet werden.

Darf die Kuh aus dem Stall,

Milchvieh und Mutterkühe: müssen mindestens im Sommerhalbjahr Weidegang haben.
In den Laufställen soll genügend Platz zur Bewegung vorhanden sein. Die Ställe sind hygienisch sauber zu halten. Wenn die Kühe keinen Weidegang bekommen müssen Sie einen Auslauf im Freien haben, besonders im Winter. Es müssen für alle Tiere ein Fress und Liegeplatz zur Verfügung stehen. Die Tierboxen müssen von der Größe her Artgerecht sein. Anbinden von Kühen aus Sicherheits- Tierschutzgründen kann von Bioland genehmigt werden.
Zucht- und Mastrinderhaltung: diese Rinder sollen das ganze Jahr die Möglichkeit haben sich frei zu bewegen. Kälberhaltung, diese müssen mindestens 1 Tag bei der Mutter bleiben. Unterbringung in Einzelboxen verboten, ab der 2 Woche müssen die Kälber in Gruppen gehalten werden. Verwendung von Kuhtrainern sind verboten.
Futter: muss aus dem eigenen Betrieb stammen, im Sommer überwiegend aus Grünfutter bestehen. Kälber mit Milch aus dem eigenen Bauernhof. Bei Futtermangel nur zukauf bei anderen Biolandhöfen.

Hier hat das Schwein noch Platz,

Bioland Höfe dürfen pro Hektar 10 Mastschweine halten. Die Ställe für die Scheine müssen genügend groß sein damit sich die Tiere bewegen können. Es muss eine Wühlmöglichkeit für die  Schweine vorhanden sein, im Sommer sollte eine Weide zur Verfügung stehen. Auf der es Schattenplätze und eine Suhle gibt. Trächtige Tiere und  TIerer während der Säugezeit dürfen einzeln gehalten werden, sonst nur in Gruppen.
Ziegen und Schafe:
auch hier gilt das die Ställe genügend Platz bieten, im Sommer sollte die Tiere auf die Weide. Die Ställe müssen einen Auslauf im Freien gewähren.
Futter: aus dem eigenen Betrieb, Raufutter ihrem Alter entsrechend. Ferkel müssen mindestens 40 Tage Milch bekommen.  

Legehenne und alles was Flügel hat,

140 Legehennen pro Hektar Landwirtschaftlicher Fläche dürfen auf einem Biolandhof gehalten werden. In den Ställen dürfen 6 Hühner auf einem qm kommen, Tageslicht sollte vorhanden sein. Die Tiere müssen Scharflächen haben und nicht mit Ihrem Kot in Kontakt kommen. Grünauslauf müssen die Tiere täglich erhalten.
Junghennen sollen in der Aufzucht natürliche Verhaltensweisen erlernen, die Weider- standkraft und eine natürliche Immunisierung aufgebaut werden.

Futter:
10% der Körner als Streu verabreicht werden, Muschelschalen, Grit und Gras als Zusatzkomponeten. Bei Mast, aus mindestnes 65% Getreide, Eiweißpflanzen und Ölsaat. Bei Wasservögeln muss ein Teil des Futters feucht gereicht werden.

Viele Arten die bei Bioland gehalten werden,

Pferde: müssen immer Auslauf erhalten,Gruppenhaltung ist angestrebt.
Damwild und Rotwildhaltung: Weidehaltung das ganze Jahr und mindestens 3 ha bei Damwild und 5 ha bei Rotwild für das Gehege, dieses sollte Wald ähnlich sein.
Kanichenhaltung: der Stall soll genügend Platz und Ruhebereiche haben, Gruppenhaltung. Jeder Zibbe (Häsin) steht ein eigenes Wurfnest zur Verfügung.
Futter: muss vom eigenen Hof kommen und Bio Qualität haben.

Allgemeine Infos zum Tierfutter,

bei Biolandbetrieben muss mindestens 50% des Futters für die Tiere aus dem eigenen Hof stammen. Den Rest des Futters darf der Landwirt dazu kaufen, aber nur bei regionalen Biolandhöfen oder Biologische zertifizierten Betrieben. Das dazu gekaufte Futter ist grundsätzlich 100% biologisch, in Sonderfällen bei Mangel und Gesundheitlichen Problemen dürfen Zusatzstoffe verwendet werden. Zugelassen sind, Eiweißfuttermittel, Kartoffelweiß und Maiskleber.( aus natürlichem Ursprung )Verboten sind: Fischmehl, antibiotische,chemobiotische oder hormonelle Leistungsförderer. NPN- Verbindungen, synthetische Aminosäuren und synthetische färbende Stoffe. Die Fütterung mit Silage das ganze Jahr über ist verboten.

Was kommt in den Boden damit die Pflanzen gut wachsen,

grundsätzlich müssen Bioland Bauernhöfe darauf achten, daß Sie einen gesunden und
belebten Boden bekommen. Für gesunde kräftige Pflanzen, dies dient dem Menschen und den Tieren. Die Fruchfolge ist abwechslungsreich zugestalten wegen der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, gesunde Pflanzen, weniger Ackerwildkräuter, eigenes Futter vom Hof. Damit sinnvolle Erträge erwirtschaftet werden können ohne Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Was bekommt die Pflanze,

es wird nur Saatgut und Setzlinge verwendet die aus ökolosgischen Anbau stammen. Diese müssen aber auch zu dem Standorten der Höfe passen, dadurch wird erreicht dass eine gesunde und geschmacklich ausgewogene Qualität erzeugt wird. Vor der Ernte darf die Pflanze nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel behandelt werden. Verboten sind die Verwendung von synthetischen Pestiziden und Wachstumsregulatoren bei der Düngung. Das Ziel dabei ist, die Pflanzen unter solchen Bedingungen zu erzeugen das Krankheiten und Schädlinge nur geringe wirtschaftliche Auswirkungen haben. Ausgewogene Fruchtfolge, richtige Sortenwahl, zeitgerechte Bodenbearbeitung, keine Überdüngung und die Förderung durch Schaffung geeigneter Vorrichtungen für Nützlinge (z.B.:Vögel) Hecken, Nistplätze, Feuchtbiotope.

Gartenbau und Dauerkulturen bei,

Bioland werden alle Arten beschrieben um eine biologisch wertvolle Qualität der Erzeugnisse zu gewährleisten. Eine kurze Zusammenfassung über die Produkte: Gemüseanbau: Dünger vom eigenen Hof, Stickstoffgehalt pro ha 110 kg bei Freilandgemüsebau im Gewächshaus 330 kg pro ha. Fruchtwechsel muss gewährleistet sein, Torf als Anreicherung der Böden mit organischen Substrat und Styrolmull synthetische Stoffen und Substraten ist Verboten.
Kräuteranbau: Hohe Anforderungen für den Anbau, Abstand von 50m zur Straße für die
Felder, Gülle- und Jaucheausbringung Verboten, Frischmist nur bei Vegitationbeginn,
Säh- und Erntemaschinen müssen extra gereinigt werden.
Obstanbau: Wahl der Sorten mussen dem Standort entsprechen, ökologisches Gleich- gewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen, ein günstiges Kleinklima von die Obst- anlage. Stickstoffdünger darf 90 kg pro ha nicht überschreiten.
Weinbau: um den Nachteil dieser Monokultur auszugleichen, muss der Weinberg das ganze Jahr begrünt sein, damit eine artenreiche Mischung aus blühenden Pflanzen und Nützlingen erreicht wird. Die Düngung des Weinbergs darf im 3 Jahres Turnus nicht über 150 kg Stickstoff pro ha kommen. Die Pflanzenwahl ist Standort bedingt.
Hopfenanbau:
Standorte müssen getrennt von konventionellen Anlagen stehen. Die Anlage muss das ganze Jahr über Artenreich begrünt sein. Düngung aus betreibseigenen Dünger mit ausreichend Gründung versehen Stickstoff 70 kg pro ha.

Verarbeitung von Bioland Produkten,

bei der Weiterverarbeitung von Bioland Erzeugnissen, dürfen nur Zutaten zum einsatz kommen die aus der Biolandproduktion stammen. Zutaten die nicht von Bioland selber hergestellt werden können, sind Genehmigungs pflichtig. Müssen aber den Standarts von Bioland entsprechen und extra auf der Verpackung ausgewiesen werden. Verarbeitungshilfsstoffe dürfen für den Mensch keine gesundheitsschädlichen Belastungen hervorrufen. Die Lebensmittel sollen so Verarbeitet werden das eine optimale vollwertige Ernährung gewährleistet wird. Als Extraktionslösemittel dürfen nur Wasser, Ethanol, pflanzliche Öle, Stickstoff und Kohlendioxid verwendet werden die den Bioland Richtlinien entsprechen. Die Verarbeiter unterliegen regelmässigen Kontrollen durch staatliche anerkannten Prüforganen. Biolandprodukte sind so zu kennzeichen das alle Inhaltstoffe und die Herkunft dieser zu erkennen sind. Bioland Produkte sollen möglichst den direkten Weg zum Verbraucher nehmen um ein frisches Lebensmittel zu gewährleisten.
Lesetipp:
Hersteller Richtlinien

EG Öko-Verordnung

Wir können nicht alle Richtlinien der Verbände besprechen, daher ziehen wir die besonderen Merkmale der jeweiligen Verbände heraus und stellen diese vor.
Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie über die passenden Links.
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