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Biokreis e.V.

Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung

Entstand 1979 in Passau aus einer Verbraucherbewegung die sich über Vollwertkochkurse und
Seminare gefunden hatten. Mit dem Biokreis-Gründer Heinz Jakob enstand dort die Idee, Landwirte und
Verarbeiter zu einer ökologischen Arbeitsweise zu motivieren und sich in einem Verband zu organisieren.
Der Grundstein für den Biokreis e.V. war gelegt.

Die Ziele des gemeinnützigen Vereins sind, in überschaubaren Regionen die Zusammenarbeit zwischen den
Bio-Landwirten, den Bio-Verarbeiter und den Einzel-und Großhandel nach ökologischen Grundsätzen zu fördern.
Den Verbraucher durch eine lückenlose Information über die Biokreis Produkte von der Herstellung über die
Weiterverarbeitung bis zum Transport zu informieren.


Die Biokreis Erzeugerringe

Zurzeit sind ca. 800 Landwirte, 80 Verarbeiter und 200 Verbraucher im Biokreis organisiert. Diese sind in
3 Erzeugerringe aufgeteilt : Landesverband Bayern dazu gehört noch Baden-Würtemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Landesverband Nordrhein-Westfalen.
Landesverband Mitte dazu gehören Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Saarland.
Die Landesverbände sind basisdemokratisch aufgebaut, die Bio-Kreis Gremien werden regional durch Vertretern aus Landwirtschaft, Gärtnerei und Verbraucher besetzt.
Info zu Bio-Kreis Mitgliedern

Richtlinien des Bio-Kreis Verbandes

Böden mit viel Leben

Der Ackerbau,

Mindestens 30% der Fruchtfolge auf dem Acker muß aus Leguminosen ( Kleeartige Pflanzen ) bestehen, damit langfristig die Bodenfruchtbarkeit und des Humusaufbau gewährleistet wird. Daher sind Bio-Landwirte auch Naturschützer die durch Ihre ökologischen landwirtschaflichen Maßnahmen die Gesundheit und Wiederstandskraft heimischer Kulturpflanzen fördern.
Aber gleichzeitig landschaftspflegerische Maßnahmen wahrnehmen, durch Schaffung
und Erhaltung von sogenannten Ausgleichsflächen.
Ökologische Ausgleichsflächen können sein : Waldweiden, Streuwiesen, Acker- schonstreifen, Buntbrachen, mehrjährige Rotationsbrachen, Hochstamm und Feldobstbäume, einheimische standortgerechte Einzelbäume und Alleen, Hecken, Feld- und Randgehölze, Wassergräben, Tümpel und Teiche.

Düngen und Pflanzenschutz,

Die Gesamtmenge an Dünger darf max.112 kg Stickstoff pro Hektar im Jahr nicht überschreiten. Dünger sollte aus dem eigenen Betrieb stammen, Mist von Nutztieren pflanzliche Rückstände. Zukaufdünger nur aus Bio Betrieben.
Verboten : Tierische Produkte, Fleisch, Blut und Knochenmehl, Klärschlamm und Müllkompost sowie Synthetische Stickstoffverbindungen, stickstoffhaltigen Düngemittel, Chilesalpeter, Guano und Harnstoff sowie leichtlösliche Phosphate.
Pflanzenschutz : Bei Bio-Kreis fängt der Schutz für die Pflanze schon beim Saatgut an. Das Saatgut sollte an die Umgebung angepasst sein, regionale Kulturpflanzen,
Düngung passend zur Pflanze. Die Ansiedelung von Nützlingen fördern durch Hecken,
Nistplätzen und Biotopen. Beikrautregulierung durch vorbeugende Maßnahmen z.B.: Bodenbearbeitung, Striegel und Hacken.
Verboten : Chemische und Synthetische Pflanzenschutzmittel und Herbiziden und Wachstumsregulierer.
Vergleich Bio-Kreis und EG-Öko Verordnung

Tierhaltung bei Bio-Kreis,

Die Tierhaltung ist ein wichtiger Bestandteil im Kreislauf
eines ökologisch bewirtschafteten Betriebes.
Gesundheit
und Leistungsfähigkeit der Nutztiere sind
durch gute
Betreuung, tiergerechte Haltung, geeignete
Zuchtmethoden
und Rassenwahl sowie durch voll-
wertiges, vorwiegend im
eigenen Betrieb erzeugtes
Futter zu gewährleisten.
Probleme sollen vorbeugend und vorausschauend

vermieden werden.

Zitat:
Bio-Kreis, Auszug von Richtlinien Erzeugung

Ziegenherde

Tierisch Platz im Stall,

Rinderhaltung : Milch und Mastvieh werden in Laufställen mit Weidegang gehalten,
falls keine Weidegang möglich muss ganzjährig ein Auslauf zur Verfügung stehen.
Liegeplätze sind der größe der Tiere angepasst und mit Einstreu zu versehen. Fress- und Leigelätze müssen der Anzahl der Tiere entsprechen. Gruppenhaltung keine Einzelhaltung. Futter muss auf dem eigenen Hof erzeugt werden. Zukauf nur aus Bio Höfen.
Schweinhaltung : Der Stall muss immer mit Einstreu versehen sein, Schweine müssen einen Auslauf ganzjährig haben. Gruppenhaltung ist Vorgeschrieben ausser
zum Abferkeln aber höchstens 14 Tage. Futter sollte aus dem eigenen Hof stammen.
Verboten sind Vollspaltenböden, bei Ferkeln Zähnekneifen und Schleifen und Schwanz
kopieren.
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Hühnerhaltung : Legehennen und Mastgeflügel ist die Käfighaltung untersagt.
Nur Bodenhaltung und Volierenhaltung ist erlaubt. Der Stall muss zu 1/3 mit Streu-
material, Stroh, Sand und Holzspänne ausgelegt sein damit die Tiere scharrren können. 1/3 muss als Kotgrube bereitstehen, bei Volierehaltung mindestens 1 mal in der Woche ausmisten. Pro Qaudatmeter begehbarer Stallfläche 6 Tiere gehalten werden. Grünauslauf muss Pflanzenbewuchs aufweisen. Jede Legehenne braucht eine eigene Eiablagefläche.
Weitere Info Bio-Kreis Verordnung

Kun auf der Wiese

Zugelassener Viehbesatz bei Bio-Kreis,

Anzahl der Tier pro Hektar :
Rinder : Mastkälber 5 Stk., andere Rinder 5 Stk., Männliche Rinder zwischen 1 und 2 Jahren 3,3 Stk., Weibliche Rinder zwischen 1 und 2 Jahren 3,3 Stk.  Männliche Rinder ab 2 Jahren 2 Stk. Milchkühe 2 Stk., Merzkühe 2 Stk.
Schweine : Ferkel 74 Sk., Zuchtsauen 6,5 Stk., Mastschweine 10 Stk.,
Mutterschafe und -Ziegen : 13,3 Stk.
Hühner : Masthühner 280 Stk., Legehenne 140 Stk., Junghennen 280 Stk.
Mastenten 210 Stk., Mastputen 140 Stk., Mastgänse 280 Stk.
Alle Zahlen beziehen sich auf einen Hektar Betriebsgröße.
Quelle : Bio-Kreis Richtlinien Erzeugung

Stallgröße und Freifläche für Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel,

Tiere Stallfläche  pro Tier und  kg Gewicht des Tieres Mindestfläche  in m² im Stall Außenfläche in m²,  nicht Weideland
Zucht und Mastrinder bis 100 kg
bis 200 kg
bis 350 kg
über 350 kg
1,5
2,5
4,0
5,0
1,1
1,9
3,0
3,7
Milchkühe
6 4,5
Zuchtbullen
10 30
Schafe, Ziegen
1,5 Schaf/Ziege
0,35 Lamm/Zieglein
2,5 Lamm/Zieglein
säugende Sau mit 40 Ferkel
7,5 / Sau 2,5
Mastschweine bis 50 kg
bis 85 kg
bis 110 kg
0,8
1,1
1,3
0,6
0,8
1,0
Ferkel ab 40 Tage bis 30 kg 0,6 0,4
Zuchtschweine weibliche  Schweine
Zuchteber
2,5
6,0
1,9
8,0

Stallfläche
Anzahl Tiere/m²
Sitzstange/Tier
(m²/Tier)
m² Tier
Legehennen 6 18 4 m² pro Henne
Mastgeflügel
in festen Ställen
10 20 nur Perlhühner 4 m² Masthänchen
15 m² Gänse
4,5 m² Ente
10 m² Truthahn
Mastgeflügel
in bewegten Ställen
16
2.5 m² pro Tier
Quelle : Bio-Kreis Richtlinien Erzeugung

Zugelassene Zusatzstoffe in der Tierhaltung,

Viehsalz, Algen- und Gesteinsmehle, Melasse als Bindemittel,Kräutermischungen zur Mineral- und Wirkstoffergänzung, Natürliche ätherische Öle, Obstessig, Extrakte und Pulver von Pflanzen, Aromastoffe ,Milchsäure und Milchsäurebakterien, Hefen (Saccharomyces ssp.) soweit nach EGVO 2092/91 zulässig und Organische Säuren.
Als Silierhilfsmittel sind zugelassen: Meersalz, rohes Steinsalz, Zucker, Milchsäurebildner, Molke und Melassen.
Quelle : Bio-Kreis Richtlinien Erzeugung

Zugelassenen Düngemittel für den Acker,

Stallmist, Geflügelmist, Jauche, Gülle, Kompost und organische Abfälle (Ernterückstände und ähnliches), Substrate von Pilzkulturen und Stroh.
unbehandeltem Holz, Hornmehl, Hornspäne,Produkte und Nebenprodukte pflanzlichen
Ursprungs z.B. Rizinusschrot, Vinasse, Malzkeime, Rapsschrot, Sägemehl, und Holzabfälle (von nach dem Einschlag unbehandeltem Holz)
Zukauf Mineralischer Ergänzungsdünger :
Kalk- und Magnesiumdünger: Kohlensaurer Kalk (auch kohlensaurer Magnesiumkalk,
Muschelkalk, Meeralgenkalk, Kreide, kohlensaurer (Mg-) Kalk mit weicherdigem Rohphosphat), Rückstandkalk aus der Dolomitverarbeitung, Carbokalk aus der Verarbeitung von ökologisch angebauten Zuckerrüben.
Phosphatdünger: Weicherdiges Rohphosphat (evtl. mit Mg), Rohphosphat mit kohlensaurem Kalk aus Meeresalgen, Rohphosphat mit kohlensaurem Magnesiumkalk Aluminium und Calciumphosphat.
Quelle : Bio-Kreis Richtlinien Erzeugung

Forschung für Demeter

Zugelassene Maßnahmen und Wirkstoffe zur Pflege und Schutz von Pflanzen,

1. Biologische und biotechnische Maßnahmen: Schonung, Förderung und Einsatz natürlicher Feinde von Krankheitserregern und Schädlingen der Kulturpflanzen (Raubmilben, Schlupfwespen und dergleichen), Pheromone (Verwirrmethode und Lockstofffallen)
Farbtafeln, Leimfallen, Mechanische Abwehrmittel (Kulturschutznetze, Fallen, Anti- schneckenzaun und dergleichen) und Repellents (z.B. hydrolisiertes Eiweiß).
2. Pflanzenschutzmitte:  Virus-, Pilz- und Bakterienpräparate (z. B.Bacillus thuringiensis, Granulosevirus) Paraffinöle, Mineralöle, Pflanzenöle (z.B. Rapsöl, Sojaöl, Fenchelöl), Lecithin, Kaliseife (Schmierseife)
3. Pflanzenstärkungs- und Pflegemittel: Algenmehle und Algenpräparate, Quarzsand (Siliziumdioxid), Gesteinsmehle, Bentonite und aufbereitete Tonerden, Wasserglas (Natrium- oder Kaliumsilikat), Pflanzenpräparate (z. B. Auszüge, Tees von Brennnessel, Schachtelhalm, Zwiebel, Meerrettich, Rainfarn, Staudenknöterich
etc.), Gelatine, Milch, Milchprodukte, Molke, Milchsäurepräparate und Natriumhydrogencarbonat.
Quelle : Bio-Kreis Richtlinien Erzeugung

regional und fair Handelspartner

Biokreis Vermarkter regional und fair,

unter dem Logo "regional und fair" haben sich Biovermarkter zusammen geschlossen. Diese haben sich dazu verpflichtet Produkte der regionalen Bio-Landwirte durch faire und langfristige  Lieferverträge zu vertreiben. Dadurch ist es für den Verbraucher möglich eine
Kaufentscheidung zu treffen, die Einheimische Bio-Landwirte fördert. Für die Zukunft der
regionalen Landwirtschaft und den Erhalt unserer Kulturlandschaft.
Auch einer frischen und gesunden Qualität der Lebensmittel, durch den Bio-Bauern vor Ort.
regional und fair Bio-Kreis Partner

Wir können nicht alle Richtlinien der Verbände besprechen, daher ziehen wir die besonderen Merkmale der jeweiligen Verbände heraus und stellen diese vor.
Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie über die passenden Links.
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